Mainzer Mittelstandsunion kritisiert Besetzungspläne bei mainzplus

16.07.2021

Ein Kommentar unseres Vorsitzenden Lukas Augustin zu den Plänen zur Neubesetzung der Geschäftsführung der mainzplus CITYMARKETING

Mainzer Mittelstandsunion kritisiert Besetzungspläne bei mainzplus CITYMARKETING

Scharfe Kritik an den den Plänen der Mainzer Ampelkoalition zur Neubesetzung der Geschäftsführung der mainzplus CITYMARKETING hat der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion MIT der CDU Mainz Lukas Augustin geübt.


In den vergangenen Jahren hat die städtische Gesellschaft ihr ursprüngliches Tätigkeitsfeld der Kongreßdirektion erweitert und die Bereiche Tourismus, Kongreßwesen und Kultur mit großem Erfolg für die Stadt miteinander verknüpft. Im knallharten nationalen und internationalen Wettbewerk der Städte und Regionen um Besucher hat das Team um August Moderer seine Professionalität bewiesen. Die Stadt Mainz hat außerordentlich von den vielen Gästen profitiert, die die weitgehend mittelständisch organisierten Hotels, Restaurants und Geschäfte besucht haben.

Nach der würdelosen Verweigerung eines verbindlichen Wiedereröffnungstermins der Rheingoldhalle durch die Stadtspitze folgt mit den Neubesetzungsplänen des Finanzderzernenten Beck ein neuer Tiefschlag für das Mainzer Kongreßgeschäft. „Nach dem coronabedingten Einbruch des Tourismus wären jetzt ganz besondere Anstrengungen nötig, um das Kongreßgeschäft in Mainz wieder anzukurbeln“, so Augustin.

Die MIT Mainz fordert eine Ausschreibung für die frei werdende Stelle, damit zum Wohle der Stadt die beste Geschäftsführung auswählt werden kann.

Da man sich in der Ampel offensichtlich nicht auf einen Nachfolger des aus Altersgründen ausscheidenden Kongreßchefs einigen konnte, will man flugs zwei neue Geschäftsführer berufen. Leider bringen der derzeitige Pressesprecher des Oberbürgermeisters Marc-André Glöckner und die Referentin im Umweltdezernat Katja Mailahn nicht das geringste Know How im Kongreßwesen mit. Ihre einzige Qualifikation scheint die Mitgliedschaft des ersteren im Vorstand der Draiser SPD und der zweiten bei den Grünen zu sein.

„Der Mainzer Mittelstand, der ganz maßgeblich Geschäfte, Restaurants und Cafés in der Innenstadt prägt, erwartet, daß in der Führung des Tourismusgeschäfts Professionalität und internationale Erfahrung statt parteipolitischer Günstlingswirtschaft herrschen“, so Augustin weiter.

Bei diesem Versuch des Postengeschachers im Aufsichtsrat einer städtischen Gesellschaft wird der Stadtrat bewußt umgangen, um die Öffentlichkeit nicht informieren zu müssen. Auch die eigentlich zuständige Wirtschaftsdezernentin wurde über die geplante Personalrochade nicht informiert.

Augustin kritisiert weiter, in dieser Angelegenheit werde schlagartig der wahre Grund für die Schaffung einer Zentralen Beteiligungsgesellschaft (ZBM) durch Oberbürgermeister Ebling und Finanzdezernent Beck vor einigen Jahren klar. Es gehe keineswegs um die immer wieder vorgeschobenen nebulösen Synergien. „Die Holding soll in erster Linie die Besetzung aller städtischer und stadtnaher Positionen durch politisch genehme Personen hinter dem Rücken von Stadtrat und Öffentlichkeit sicherstellen“, so Augustin abschließend.

Lukas Augustin