Ungelöste Fragen ums Heiligkreuz-Areal

Schillerschule könnte zum Haus der Vereine werden

Weisenau ist zweifellos der zur Zeit am schnellsten wachsende Stadtteil von Mainz. 

Weisenau ist zweifellos der zur Zeit am schnellsten wachsende Stadtteil von Mainz. Nach dem Großberghang und den Neubauten zwischen Heiligkreuzweg und Bettelpfad und an der Wilhelm-Theodor-Römheld-Straße kommt mit dem Heiligkreuzareal eine noch deutlich größere Neubaufläche hinzu. Auf der Basis des städtebaulichen Wettbewerbs kommt die städtebauliche Detailplanung für das ehemalige IBM-Gelände voran. Auch wenn der Baubeginn sich dort verzögert und die Fertigstellung der fast 2000 Wohnungen noch Jahre braucht: Dieser neue Teil von Weisenau hat Auswirkungen auf bestehende Einrichtungen und den Verkehr in unserem Stadtteil.

Die Zukunftswerkstatt Weisenau hat im vergangenen Jahr unter Beteiligung zahlreicher Weisenauer Bürgerinnen und Bürger auch über diese Fragen diskutiert und zahlreiche Anregungen abgeliefert. Die Weisenauer CDU hatte bereits 2015 in einem sogenannten „7-Punkte Plan“ eine Reihe von Ideen vorgestellt, wie sich unser Stadtteil weiter entwickeln könnte. Auch im Ortsbeirat ist mittlerweile unstrittig, dass diese Gedanken in die richtige Richtung weisen. Dahin geht die Entwicklung: Da sich das Zentrum Weisenaus mit dem Heiligkreuzareal nach Westen verschiebt, sollte die Ortsverwaltung in die heutige Schillerschule verlegt werden. Der Ortsbeirat kann in der umgestalteten Turnhalle der Schillerschule tagen.

Die denkmalgeschützte Schillerschule wird längerfristig zu einem Haus der Weisenauer Vereine umgewidmet. Schon heute sind dort der Geschichts- und Brauchtumsverein,
der Volks- und Gebirgs-Trachtenverein „Edelweiß“ mit dem Edelweiß-Keller und der Gesangverein „Einigkeit“ untergebracht.
Die Liegenschaft der derzeitigen Ortsverwaltung am Tanzplatz kann verkauft und in Wohnungen umgewandelt werden. Das Schulgelände in der Friedrich-Ebert-Straße wird wieder als Schulstandort aufgebaut, der näher am zukünftigen Heiligkreuzareal liegt.
Auch wenn die Sanierung des Kulturheims sich noch verschiebt, muss jetzt der vollständige Aufwand für eine sicherheitstechnische, energetische und barrierefreie Sanierung des Kulturheims baldmöglichst ermittelt und veröffentlicht werden.
Die Weisenauer CDU vermisst weiterhin ein Gesamtkonzept der Verwaltung für den fließenden Verkehr in unserem Stadtteil.

Schon heute führt ein Stau auf der A 60 häufig dazu, dass am Heiligkreuzweg nichts mehr geht. Was dringend gebraucht wird, ist eine realistische Einschätzung des Verkehrsflusses, der uns erwartet, wenn das Heiligkreuzareal bewohnt ist. Die Straßen
und Kreuzungen rund um dieses Areal sollten ausgebaut werden, bevor das der Fall ist. Ansonsten laufen wir Gefahr, dass Weisenau vor vollendete Tatsachen gestellt wird, ohne dass Weisenauer Belange berücksichtigt werden.