Wir in Weisenau

Weisenau mit seinen etwa 13.000 Einwohnern ist zweifellos der am schnellsten wachsende Stadtteil von Mainz. Nach dem Großberghang, den Neubauten am Heiligkreuzweg und der Wilhelm-Theodor-Römheld-Straße sowie den geplanten Wohnungen auf dem Gelände der ehemaligen Rheinischen Brauerei kommt mit dem Heiligkreuzareal eine Neubaufläche mit der gesamten Einwohnerschaft von Drais hinzu.

 

Auf der Basis des städtebaulichen Wettbewerbs kommt die Bebauung für das ehemalige IBM-Gelände rasch voran. Auch wenn die Fertigstellung der über 2.000 Wohnungen noch einige Zeit braucht: Dieser neue Teil von Weisenau hat Auswirkungen auf bestehende Einrichtungen und den Verkehr im gesamten Stadtteil.

 

Die Weisenauer CDU hatte bereits 2015 in einem „7-Punkte Plan“ eine Reihe von Ideen vorgestellt, wie sich der Ortsteil weiter entwickeln könnte. Auch im Ortsbeirat ist mittlerweile unstrittig, dass die Vorschläge der CDU in die richtige Richtung weisen.

Dahin geht die Entwicklung: Da sich das Zentrum Weisenaus mit dem Heiligkreuzareal nach Westen verschiebt, soll die Ortsverwaltung in die heutige Schillerschule verlegt werden. Die denkmalgeschützte Schillerschule wird längerfristig zu einem Haus der Weisenauer Vereine umgewidmet. Die Liegenschaft der derzeitigen Ortsverwaltung am Tanzplatz kann verkauft und in Wohnungen umgewandelt werden. Das Schulgelände in der Friedrich-Ebert-Straße wird als Schulstandort ausgebaut, der näher am Heiligkreuzareal liegt.

Die Weisenauer CDU vermisst ein Gesamtkonzept der Verwaltung für den fließenden Verkehr im Stadtteil. Schon heute führt ein Stau auf der A60 immer wieder dazu, dass am Heiligkreuzweg nichts mehr geht. Was dringend gebraucht wird, ist eine realistische Einschätzung des Verkehrsflusses, der uns erwartet, wenn das Heiligkreuzareal mit mehr als 3.000 Neubürgern komplett bewohnt ist. Die Straßen, Fahrradwege und Kreuzungen rund um dieses Areal müssen ausgebaut werden, bevor das der Fall ist. Unverständlich bleibt, warum bei der Planung des Heiligkreuzareals nicht auch eine Straßenbahntrasse vorgesehen wurde.

Stau Heiligkreuzweg

 

Auch hatte die CDU vorgeschlagen, angesichts deutlich steigender Schülerzahlen in dem neuen Baugebiet eine Vorratsfläche für eine neue Schule bereitzuhalten.

 

Die Weisenauer CDU setzt sich entschieden dafür ein, dass im Steinbruch keine gefährlichen Schadstoffe abgeladen werden. Jahrzehntelang hatte der Steinbruch mit all seinen auch belastenden Auswirkungen Weisenau geprägt. Nach dem Ende des Kalkabbaus war von allen Seiten versprochen worden, daß das ehemalige Steinbruchgelände in ein Naherholungsgebiet umgewandelt wird.

Diese Zusage wird durch die von der Stadt geplante Einrichtung einer Giftmülldeponie gebrochen. Es bleibt unverständlich, warum mitten in einer deutschen Landeshauptstadt zwischen drei Stadtteilen in unmittelbarer Nähe zum bestehenden und geplanten Wohngebiet des Großbergs eine neue Sondermülldeponie eröffnet werden soll.

Ohne Sondermüll wird Weisenau auch in Zukunft ein lebens- und liebenswerter Stadtteil bleiben.

(c) Bilder: Heike Sudheimer, Lukas Augustin